Videoüberwachung -
Sicher gegen Hacker?

| 22 November 2021

Intelligente Video-Sicherheitssysteme als Gefahr für Unternehmen

Die Videoüberwachung mit IP-basierten Kameras boomt: Die intelligente Sicherheitstechnik lässt sich direkt in das Firmennetzwerk einbinden und bietet eine Vielzahl von flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Von der Einlasskontrolle über Türkameras und die Überwachung von Betriebsgeländen mit Infrarot-Technik über Kameras in Verkehrsmitteln zu Steigerung der Sicherheit und Vandalismus-Schutz bis hin zu Sicherheitsüberprüfung mit Gesichtserkennung reichen die Anwendungen. Jedoch häufen sich die Berichte über Hackerangriffe auf IP-Kameras und andere Sicherheitsprobleme. Ist also die Gefahr größer als der Nutzen? 



IP-Kameras als Massenware, das Internet of Things und ein großer Risikofaktor 

 

Netzwerkbasierte Kamerasysteme sind längst nicht mehr nur den High-Tech-Unternehmen vorbehalten: Die Technik ist weit entwickelt und ermöglicht es dem Mittelstand, auf günstig produzierte Modelle zurückzugreifen, um Liegenschaften zu überwachen oder sogar Produktionsprozesse zu steuern. Gerade aus Asien drängen viele Hersteller von Massenware auf den Markt. Neben Kameras bieten sie vielfältige Sensoren und Geräte an, die das „Internet of Things“ mit Daten aus dem realen Leben füllen. Das Problem: Oft ist so Hardware oder Software im Einsatz, die sich mit einfachsten Mitteln manipulieren lässt. Zahlreiche Sicherheitslecks liegen allein in dieser Tatsache begründet. Gut beraten ist also, wer auf renommierte Hersteller mit ausgeklügelten Sicherheitskonzepten zurückgreift. Aber Vorsicht: Auch in diesem Fall lauert eine gewisse Gefahr – der Faktor Mensch. 

 

7 häufige Gefahren von vernetzter Videoüberwachung einfach ausschalten 

 

Wenn von Sicherheitslücken netzwerkbasierter Videoüberwachung die Rede ist, liegt das Problem oft nicht in der Technik – sondern im Umgang damit. Denn jede Sicherheitstechnologie ist nur so gut wie die Menschen, die sie konfigurieren. Wir stellen 7 Gefahren von digitaler Videoüberwachung vor und verraten, wie sich mit der richtigen Hardware und ein paar Klicks Abhilfe verschaffen lässt. 
 

1. Gefahr: Bilder von Videokameras öffentlich einsehbar 

Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen die digitalen Bilder von Überwachungskameras für jeden im Internet zugänglich sind. Mehr noch: Es gibt spezielle „Crawler“, die das Netz nach ungeschützten Kameras durchstöbern – und diese übersichtlich auf speziellen Websites auflisten. Wohnzimmer, Busse, Fabrikhallen, Geldautomaten oder OP-Säle auf der ganzen Welt lassen sich so ganz einfach beobachten. In sehr vielen Fällen würde es schon helfen, die Werkseinstellung zu ändern und den Zugriff auf die Kamera aus dem World Wide Web einfach zu deaktivieren. 
 


2. Gefahr: Hacker zapfen Daten der digitalen Videoüberwachung an 

Klingt das Crawlen von IP-Kameras noch nach einem illegalen Freizeitsport, wird vielen Sicherheitsbeauftragen schon mulmiger, wenn sie an professionelle Hacker denken: Diese könnten völlig unbemerkt bekannte Sicherheitslücken in den Kameras nutzen, um die Daten der Kamera oder des ganzen Überwachungssystems abzugreifen – die ideale Voraussetzung, um Wirtschaftsspionage zu betreiben oder das Unternehmen zu erpressen. Abhilfe schafft manchmal schon ein simples Firmware-Update, welches bekannte Sicherheitsprobleme der Kamera-Software behebt.

 

3. Gefahr: IP-Kameras werden einfach lahmgelegt 

Die Gefahren lauern aber nicht nur durch vermeintlich weit entfernte Hacker. Denn auch bei ganz realen Einbrüchen können vernetzte Sicherheitskameras eine Rolle spielen. Wer sich Zugriff auf die Daten verschafft, kann auch häufig die Kamera selbst kontrollieren. So lassen sich Kameras etwa bewegen, mit einem falschen Signal belegen – Agententhriller lassen grüßen – oder: mit einem Klick einfach ausschalten. Um dem vorzubeugen, ist es besonders wichtig, nicht die Standardeinstellungen für Zugriffs-Ports zu verwenden. So fällt es Angreifern wesentlich schwerer, die Kamera überhaupt zu finden.

 

4. Gefahr: Überwachungskameras als Einfallstor ins Firmennetzwerk 

Eine moderne IP-Überwachungskamera ist ein vollwertiger Computer, der in ein Netzwerk eingebunden ist. Und jeder Computer kann potenziell als Einfallstor für Angriffe auf Firmennetzwerke dienen. Kameras sollten deshalb besonders geschützt werden – schließlich sind sie oft ganz einfach zugänglich, zum Beispiel an Zäunen oder in öffentlichen Empfangsbereichen. So ließen sie sich theoretisch technisch manipulieren. Auf Nummer Sicher geht, wer die Kameras in ein „VLAN“ einbindet. So entsteht ein Netz im Netz – und wer Zugriff auf die Kamera erlangt, kann von dort unmöglich in das eigentliche Unternehmensnetz gelangen. 

 

5. Gefahr: Diebstahl von Sicherheitskameras samt Daten 

Datendiebstahl geht nur digital? Von wegen! Öffentlich zugängliche Sicherheitskameras lassen sich in vielen Fällen leicht abmontieren und stehlen. Enthalten sie dann Daten, zum Beispiel auf SD-Karten, sind sie ein gefundenes Fressen für Kriminelle. Oder sie werden sogar unbemerkt gegen eine andere, schadhafte Kamera ausgetauscht. Die naheliegende Strategie ist auch die effektivste: Kameras verwenden, die von sich aus gesichert sind – und im Zweifelsfall eine zusätzliche mechanische Sicherung montieren. Zudem sollten nur Kameras zum Einsatz kommen, die ihre Daten verschlüsseln.  

 

6. Gefahr: Video-Datenklau innerhalb des Unternehmens 

Es müssen nicht immer Angriffe von außen sein. Auch innerhalb des Unternehmens kann sich kriminelle Energie verstecken. Mitarbeitende haben meistens uneingeschränkten Zugriff auf das Firmennetzwerk – und damit auch auf sämtliche Kameras. Eine technische Hürde existiert also oft gar nicht. Umso wichtiger, die Konfiguration sauber vorzunehmen: Berechtigungen und Zugriffe müssen klar geregelt sein. Und ein kleines, aber wichtiges Detail macht oft den bedeutenden Unterschied: Das ab Werk eingestellte Administratoren-Kennwort sollte unbedingt geändert werden.

 

7. Gefahr: Videoüberwachung verletzt Datenschutz 

Nicht nur Gefahren durch Kriminalität gehen von Sicherheitskameras aus. Sind sie falsch konfiguriert, ergeben sich manchmal Probleme mit Versicherungsfragen – und sehr häufig mit dem Datenschutz. Es sollte also unbedingt ein System mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung ausgewählt werden. Was viele zudem nicht wissen: Öffentliche Bereiche außerhalb des Grundstücks dürfen nicht überwacht werden, sonst drohen Datenschutz-Klagen. Zwei einfache Tricks helfen: Die Kamera ein Stück zu Seite drehen – oder mit der richtigen Technik die entsprechenden Bereiche „verpixeln“ und somit unkenntlich machen. 

 

Sichere Überwachungssysteme made in Germany 


Erst das Zusammenspiel aus sicherer Hardware, zuverlässiger Software und der richtigen Konfiguration sorgt für ein wirkliche sicheres digitales Kamera-Überwachungssystem. Konica Minolta empfiehlt seinen Kunden deshalb Lösungen des deutschen Herstellers Mobotix: Die Sicherheitstechnik made in Germany schließt standardmäßig viele Sicherheitsrisiken aus. So wurde das Betriebssystem speziell für die Kameras entwickelt – für viele bekannte Sicherheitslücken ist es so nicht anfällig. Auch kommt in jedem Bauteil und bei jedem Schritt der Datenverarbeitung moderne Verschlüsselungstechnologie zum Einsatz. Selbst wenn es gelingt, eine Kamera zu stehlen, sind die Daten damit völlig unbrauchbar für Angreifer. Regelmäßige Firmware-Updates werden verschlüsselt und sicher aufgespielt. 

 

Videokameras geschützt mit „Cactus Concept“ 


Das vom Hersteller Mobotix entwickelte „Cactus Concept“ für sichere Videoüberwachung reicht sogar noch weiter: Um das Ziel der unangreifbaren Videoüberwachungs-Komponenten zu erreichen, wurden diese so designt, dass Hacker sie nicht für Angriffe missbrauchen können. Selbst wenn der Zugriff auf eine einzelne Kamera gelingt, ist es nicht möglich, auf diesem Weg weitere Kameras oder das Firmennetzwerk zu manipulieren. Wie ein Kaktus wurden die Kameras also mit jeder Menge digitalen, elektronischen und mechanischen „Stacheln“ versehen, die jeden Angriff erheblich erschweren. 


Beratung am Anfang des Sicherheitskonzepts 


Da aber auch die beste Sicherheitstechnologie sauber konfiguriert sein muss, steht am Anfang jedes Sicherheitskonzepts eine transparente Beratung. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass die passende Technologie an der richtigen Stelle zum Einsatz kommt. Auch die wichtigsten Fragen zur korrekten Einstellung der Sicherheitsprotokolle und Zugriffe sind so von Anfang an geklärt. Und damit sorgt die Videoüberwachung mit IP-Kameras nicht für Sicherheitsrisiko, sondern für ein rundum sicheres Gefühl.


 

Sie wollen mehr erfahren?

Optimaler Schutz für Ihre Videoinfrastruktur: Video-Sicherheitsanlagen sind ein verlockendes Ziel für Hacker. Gemeinsam mit unserem Partner Mobotix AG zeigen wir Ihnen hier auf, an welchen Stellen Ihr Netzwerk vor Kompromittierung via netzwerkfähiger Videoüberwachung besonders gefährdet ist. Zudem werfen wir einen Blick auf das Portfolio der Mobotix AG und erklären, wie Sie Ihre Systeme mit dem Cactus Cyber Security Konzept vor Cyber-Angriffen schützen können.

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