Digitaler Tintenstrahldruck dringt in immer mehr analoge Bereiche vor. Ein wesentlicher Treiber: Neue Druckköpfe wie die High-Gap-Technologie erweitern das Feld möglicher Anwendungen.
Die Druckindustrie erlebt einen fundamentalen Wandel: Inkjet-Technologie ersetzt oder ergänzt zunehmend traditionelle analoge Druckverfahren. In Branchen wie der Herstellung von Druckerzeugnissen, Verpackungen, Textilien, Keramik und Elektronik setzt sich der digitale Tintenstrahldruck durch – dank überlegener Produktionsvielseitigkeit, Substratflexibilität und deutlichen Nachhaltigkeitsvorteilen.
2,9 Mrd. Euro Marktvolumen: Die Inkjet-Revolution in Zahlen
Die Zahlen sprechen für sich: Der Markt für industrielle Inkjet-Druckköpfe wird bis 2032 voraussichtlich ein Volumen von 3,45 Mrd. US-Dollar (2,9 Mrd. Euro) erreichen – das entspricht laut Future Market Report einer jährlichen Wachstumsrate von 8,9 Prozent zwischen 2025 und 2032. Diese Wachstumsexplosion ist kein Zufall. Markeninhaber fordern heute nachhaltigere Verpackungen, schnellere Individualisierung und kürzere Produktionszyklen – Anforderungen, die analoge Druckverfahren kaum noch erfüllen können.
Druckköpfe: feinere Details bei höherer Produktivität
Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt in der kontinuierlichen Innovation der Druckkopfhersteller. Sie verschieben die Grenzen bei Bildqualität, Geschwindigkeit und Materialkompatibilität. Höhere Druck-Auflösungen, kleinere Tropfenvolumen sowie verbesserte Tintenrezirkulation und Temperaturkontrolle ermöglichen feinere Details, höhere Produktivität und den Einsatz unterschiedlichster Tinten – von wasserbasierten bis zu UV-härtenden Formulierungen.
„Inkjet-Druck ist flexibel, vielseitig, nachhaltig und wirtschaftlich. Druckdienstleister können sich mit digitalen Inkjet-Systemen optimal auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten“, sagt dazu Mirko Pelzer, Offering Manager Deutschland & Österreich bei Konica Minolta.
„Inkjet-Druck ist flexibel, vielseitig, nachhaltig und wirtschaftlich. Druckdienstleister können sich mit digitalen Inkjet-Systemen optimal auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten.“
Mirko Pelzer, Offering Manager Konica Minolta Deutschland & Österreich
High-Gap-Technologie revolutioniert industriellen Druck
Zu den Innovationen von Konica Minolta zählt die High-Gap-Inkjet-Drucktechnologie. Sie löst eine der größten Herausforderungen im Akzidenz- und Verpackungsdruck: das Bedrucken offenporiger, rauer oder strukturierter Oberflächen. Bisher mussten Druckköpfe extrem nah an der Bogenoberfläche positioniert werden – bei unebenen Materialien oft unmöglich. Mit der High-Gap-Technologie können Druckköpfe nun auch mit größerem Abstand zum Substrat präzise drucken. Damit können nun Materialien bedruckt werden, die bisher nur mit konventionellen Verfahren oder gar nicht bedruckbar waren.
Konica Minolta: Innovationsführer mit bahnbrechenden Technologien
Als einer der Pioniere der Inkjet-Transformation verfügt Konica Minolta über eine einzigartige Position im wachsenden Markt. Mit über 12.000 Patenten für die Inkjet-Technologie allein in Japan und jährlichen Investitionen in Forschung & Entwicklung von über 571,5 Mio. US-Dollar (490 Mio. Euro) treibt das Unternehmen die technologische Entwicklung maßgeblich voran. Die Inkjet-Geschichte des Konzerns reicht bis in die 1970er Jahre zurück. Seine Inkjet-Technologie beruht einerseits auf chemischem Know-how aus der Filmherstellung, andererseits auf Präzisionsverarbeitungstechnologie aus dem Geschäft mit Fotokameras.
Vielseitige Drop-on-Demand-Technologie
Die proprietäre Dot-Freeze-Inkjet-Technologie (drop on demand) von Konica Minolta deckt ein beeindruckend breites Anwendungsspektrum ab: Visitenkarten, Prospekte, Flyer, Poster und viele weitere Akzidenzen sowie leichte bis mittlere Verpackungsgrammaturen auf einer Vielzahl von spannenden Bedruckstoffen wie gestrichenen, ungestrichenen und strukturierten Materialien sowie Kunststoffsubstraten.
Sie ermöglichen:
- Exzellente Druckqualität, Präzision und Langlebigkeit
- Hohe Detailgenauigkeit im Ausdruck
- Robuste und scheuerfeste Applikation auf vielen verschiedenen Materialien
- Verschiedene native Tropfengrößen je Anforderung
- Einfacher Wechsel für maximale Produktionsflexibilität
Die Inkjet-Revolution findet heute statt
Wer in der Druckindustrie heute noch auf ausschließlich analoge Verfahren setzt, verstellt sich den Blick für neue innovative Möglichkeiten in der Produktion und für eine Vielzahl an neuen Produkten für die Konsumenten am Markt. Die Inkjet-Revolution ist keine Zukunftsvision mehr – sie findet schon jetzt statt, in fast jedem Drucksaal, auf jedem schwierigen Substrat, in jedem Markt.