Wachstum trotz Krise: Die neue degressive Abschreibung schafft sofortige Liquiditätsvorteile, verkürzt die Amortisation und kann gemeinsam mit Förderprogrammen und flexiblen Finanzierungslösungen zum echten Wachstumsbooster werden.
Steigende Kosten und ein herausfordernder Markt bremsen aktuell viele Druckereien bei wichtigen Investitionen. Mit der neuen degressiven Abschreibung eröffnet sich jedoch eine Chance, Liquidität zu schonen und Projekte schneller anzustoßen. In Kombination mit Förderprogrammen und flexiblen Finanzierungslösungen kann daraus ein echter Wachstumsimpuls für die Branche entstehen.
Degressive Abschreibung: Der neue Wachstumsbooster für die Druckbranche
Die Druck- und Medienbranche in Deutschland befindet sich in einer schwierigen Phase. Steigende Energiepreise, Personalkosten und ein rückläufiges Auftragsvolumen belasten die Betriebe massiv. Der aktuelle Branchenbericht des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) beschreibt die Lage treffend: Viele Unternehmen kämpfen mit sinkenden Margen und zurückhaltender Nachfrage – gleichzeitig gibt es aber erste Lichtblicke. Gerade Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit zeigen, dass die Branche sich neu erfindet und Chancen nutzt. Doch genau hier liegt häufig das Dilemma: Wie sollen Druckereien investieren, wenn Liquidität knapp und Kredite teurer denn je sind?
Warum Investitionen gerade jetzt schwerfallen
Für viele Druckereien ist die Situation paradox: Auf der einen Seite steigt der Druck, in moderne Druckmaschinen, Softwarelösungen und energieeffiziente Technologien zu investieren. Auf der anderen Seite fehlen durch gestiegene Kosten und unsichere Auftragslagen oft die finanziellen Mittel. Auch wenn der BVDM sich im Rahmen seines diesjährigen Branchenberichts vorsichtig optimistisch zeigt und sich auf Prognosen von einem mittleren Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent bis 2026 bezieht, sah die Vergangenheit anders aus: Der vom Statistischen Bundesamt berechnete kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex der Branche sank im Jahresdurchschnitt 2024 um rund 5,2 Prozent. (BVDM Nordwest, 2025)
„Viele unserer Kunden teilen uns aktuell mit: Wir wissen, dass Investitionen notwendig sind – doch die Sorge vor der anfänglichen finanziellen Belastung hält uns zurück“, erklärt Lutz Wolter, Senior Expert Leasing Program bei Konica Minolta. „Genau hier kann die degressive Abschreibung ansetzen: Sie verschiebt die Steuerlast in spätere Jahre und entlastet die Liquidität unmittelbar nach der Anschaffung.“
„Gerade in der Druckbranche mit ihren immer kürzeren Innovationszyklen zählt die Möglichkeit, Anschaffungen schneller zu amortisieren, zu den entscheidenden Wettbewerbsvorteilen.“
Lutz Wolter, Senior Expert Leasing Program bei Konica Minolta
Degressive Abschreibung als Gamechanger?
Für Unternehmen in der Branche ist es nun wichtig, trotz vergangener Herausforderungen dem Innovations- und auch Wettbewerbsdruck zu begegnen. Die Einführung der degressiven Abschreibung kommt zur richtigen Zeit und könnte daher der entscheidende Impuls sein, um finanzielle Belastungen zu mindern und jetzt technologisch aufzuholen.
Die degressive Abschreibung ermöglicht es Unternehmen, Investitionen in neue Maschinen und Technologien schneller abzuschreiben. Im Vergleich zur linearen Abschreibung, bei der der Wert eines Vermögenswerts gleichmäßig über die Jahre verteilt wird, erlaubt die degressive Methode, einen größeren Teil der Anschaffungskosten in den ersten Jahren abzuschreiben, also bis zu 30 % der Investitionskosten im ersten Jahr steuerlich abzusetzen. Danach lassen sich jeweils 30 % des Restbuchwerts geltend machen.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
• Liquiditätsschub: Sofortige Steuerentlastung und mehr Kapital für wichtige Projekte.
• Schnellere Amortisation: Investitionszyklen verkürzen sich auf 4–5 statt 7–10 Jahre, das ermöglicht es Unternehmen, Schritt mit den Innovationen der Druckbranche zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben.
• Flexibilität: Wechsel von degressiv auf linear ist jederzeit möglich.
• Wettbewerbsvorteil: Modernere Maschinen, kürzere Zyklen, mehr Effizienz.
„Die degressive Abschreibung ist weit mehr als ein reines Steuersparmodell – sie wirkt wie ein echter Motor für Investitionen“, erläutert Lutz Wolter. „Gerade in der Druckbranche mit ihren immer kürzeren Innovationszyklen zählt die Möglichkeit, Anschaffungen schneller zu amortisieren, zu den entscheidenden Wettbewerbsvorteilen.“
Investitionen in Druckmaschinen, IT und Software
Besonders profitieren Druckereien, die in hochpreisige Güter investieren:
• Neue Druckmaschinen für höhere Effizienz und bessere Qualität.
• IT-Lösungen und Software zur Prozessautomatisierung und Digitalisierung.
• Nachhaltige Technologien, die Energiekosten senken und CO₂-Emissionen reduzieren.
Mit der degressiven AfA können diese Investitionen zeitnah angestoßen werden, ohne dass die Liquidität zu stark belastet wird.
Kombination mit Förderprogrammen: der doppelte Hebel
Ein weiterer Vorteil: Die AfA lässt sich mit staatlichen Förderprogrammen kombinieren. So können Druckereien neben steuerlichen Entlastungen auch direkte Zuschüsse nutzen. „Wer die AfA mit Fördermitteln kombiniert, senkt seine reale Investitionslast erheblich“, erklärt Lutz Wolter weiter. „Wir sehen in der Praxis, dass Projekte damit 30–50 % günstiger werden – und das macht Investitionen auch in schwierigen Zeiten möglich.“
Zielbereich | Förderprogramme | Höhe |
Digitalisierung / Software | Digital Jetzt, Go digital | bis zu 65 % |
Innovation & F&E | ZIM, Go Inno | 25–55 % |
Energieeffizienz | KfW / BAFA Modul | bis 40 % oder CO₂-basiert |
Regionale Förderung | GRW / EFRE | 30–45 % oder mehr |
Finanzierung als Brücke zur Investition
Trotz steuerlicher Vorteile bleibt oft die Frage: Wie lässt sich die Anfangsbelastung stemmen?
Konica Minolta bietet gemeinsam mit seinen Partnern eine Reihe von flexiblen Finanzierungsmodellen an. Von Mietfreien Startphasen über ein Progressives Raten-Modell bis hin zu saisonalen Konzepten stellen wir uns auf die Anforderungen unserer Kunden ein.
Fazit: Jetzt Chancen nutzen
Die Druckbranche steht am Scheideweg. Wer heute in Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit investiert, sichert sich Effizienzgewinne und langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die neue degressive Abschreibung ist dabei ein Wachstumsbooster, weil sie steuerliche Vorteile, Liquidität und Investitionsanreize vereint. In Kombination mit Förderprogrammen und flexiblen Finanzierungslösungen ergibt sich eine historische Gelegenheit: Investitionen werden wieder machbar – selbst in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.