Kann es sein, dass die Digitalisierung der Geschäftsprozesse seit Jahren auf der Stelle tritt? Stimmt das Gefühl, dass immer mehr Geld in die IT fließt? Und was hat sich bei den Software-Lösungen getan? Diese Fragen stellen sich viele Entscheider*innen in der Sozialwirtschaft. Der diesjährige IT-Report verschafft klare Antworten.
So steht es um die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft
Bereits seit 2007 untersucht der „IT-Report für die Sozialwirtschaft“ verschiedene Aspekte der Digitalisierung in der Branche. Das Team um Prof. Helmut Kreidenweis und Prof. Dr. Dietmar Wolff von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt führt jährliche Befragungen durch. Dabei wechseln die Themen im Dreijahresrhythmus. Die Erkenntnisse aus dem Jahr 2026 sind also direkt vergleichbar mit denen aus 2023, 2020 und so weiter. Schwerpunktthema war dieses Mal der Reifegrad der Geschäftsprozesse.
5 + 1 wichtigste Erkenntnisse für Träger sozialer Einrichtungen
Nachdem sich der IT-Report 2025 detailliert mit einzelnen digitalen Technologien in sozialen Organisationen befasst hat, weitet die diesjährige Ausgabe das Blickfeld auf das große Ganze. Fünf Aspekte verdienen dabei besondere Beachtung.
1. Neuer Höchststand der IT-Aufwände
In den letzten 15 Jahren sind die Gesamtaufwendungen für die IT kontinuierlich gestiegen: Seit 2011 haben sie sich nominal verfünffacht. Eine Abschwächung dieses Trends ist nicht erkennbar, im Gegenteil: Der Mittelwert hat sprunghaft um rund eine Million Euro zugenommen. Hochgerechnet auf die gesamte Branche hat die Sozialwirtschaft in Deutschland im vergangenen Jahr etwa 1,9 Milliarden Euro für IT-Ausgaben verbucht.
2. Mehr IT-Kompetenz in sozialen Unternehmen
Zugenommen hat in der Wahrnehmung der befragten Führungskräfte auch die Kompetenz des eigenen IT-Personals. Allerdings liegen die Wichtigkeit einzelner Aspekte und die Zufriedenheit mit der entsprechenden Kompetenz teilweise weit auseinander: etwa bei der IT-Sicherheit oder der Nutzung neuer Digitaltechnologien. Der Bedarf an bestimmten Kompetenzen ist folglich immer noch größer als die vorhandenen Ressourcen.
3. Deutliche Verschiebungen bei den wichtigsten IT-Themen
IT-Themen stehen bei 40 Prozent der befragten Unternehmen „fast immer“ auf der Tagesordnung von Leitungsgremien. Im Vergleich zu 2020 ist dieser Wert um 11 Prozentpunkte gestiegen. Nur bei einem Prozent der Befragten ist IT nie ein Thema. Die wahrgenommene Wichtigkeit der Themen hat sich aber geändert: Künstliche Intelligenz wurde erstmalig abgefragt und landete direkt auf dem ersten Platz, gefolgt von Datenschutz und IT-Sicherheit sowie neuen Formaten der IT-Unterstützung.
4. Wenig Fortschritt beim Prozess-Reifegrad
Ein besonderes Augenmerk im IT-Report 2026 liegt auf dem Prozess-Reifegrad. Dieser ergibt sich daraus, inwieweit die geschäftlichen Abläufe standardisiert sind – und ob diese Standards eingehalten werden. In den Bereichen „Leistungsabrechnung / Klientenverwaltung“, „Planung und Dokumentation von Hilfen“ sowie „Dienst- und Einsatzplanung“ zeigt sich ein ähnliches Bild: Jeweils nur ein Viertel der Prozesse sind vollständig standardisiert; eingehalten werden diese größtenteils nur „weitgehend“ oder „teilweise“. Je ein Viertel der Prozesse sind jeweils nur teilweise oder gar nicht standardisiert.
5. Unterschiedliche Zufriedenheit mit Branchen-Software
Die eingesetzte Branchen-Software wird durchweg positiver bewertet als bei vorherigen Untersuchungen. Allerdings zeigen sich Unterschiede zwischen der Wichtigkeit einzelner Aspekte und der Zufriedenheit damit. Das gilt insbesondere für Bedienerfreundlichkeit, der Integrationsfähigkeit und der Anpassungsfähigkeit.
Extra-Fakt: Sozialwirtschaft setzt auf Spezial-Software
Dass die Träger von kirchlichen und sozialen Einrichtungen mittlerweile verstärkt spezialisierte Branchen-Software einsetzen, zeigt ein Ergebnis aus dem Bereich Dienst- und Einsatzplanung. Während 2014 noch fast ein Drittel der Befragten Microsoft Excel hierzu verwendete, nutzen laut IT-Report 2026 heute nur noch 2,5 Prozent der Unternehmen die Tabellenkalkulation für die Planung.
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Da Konica Minolta auch 2026 zu den Sponsoren des wissenschaftlichen Teams gehört, dürfen wir unseren Kund*innen und Interessent*innen ein begrenztes Kontingent an Freiexemplaren zur Verfügung stellen. Sichern Sie sich jetzt Ihr persönliches Exemplar und gewinnen Sie wichtige Erkenntnisse aus dem IT-Report für die Sozialwirtschaft 2026!
Was folgt daraus für WfbM, Kitas & andere soziale Einrichtungen?
Trotz gestiegener IT-Kosten und besserer Software sind die Befragten auch 2026 nicht mit allen Aspekten ihrer digitalen Lösungen zufrieden. Die Annahme liegt nah, dass sich auch deswegen der Prozess-Reifegrad im Vergleich zu vorherigen Untersuchungen kaum verändert hat. Das bedeutet zum einen: Die organisatorischen und personellen Voraussetzungen müssen stimmen, damit standardisierte Prozesse funktionieren. Außerdem muss die Software optimal auf die Besonderheiten der Einrichtung oder des Betriebs abgestimmt sein – denn sonst müssen sich die Mitarbeitenden mit manuellen Workarounds behelfen.
Die passende Software für schlanke Prozesse
Speziell für die Prozesse in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, in besonderen Wohnformen sowie in Kindertagesstätten wurde die Komplett-Lösung for.CARE entwickelt. Als Cloud-Lösung mit EU-Hosting kombiniert sie Zuverlässigkeit, Datensicherheit und Flexibilität.
- Intuitive Bedienung: Die Software basiert auf Microsoft Dynamics 365 Business Central. Das Layout ist vertraut und selbsterklärend, die Funktionen schnell zu finden.
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- Zukunftssichere Technologie: Dank integrierter Schnittstellen und der bewährten Microsoft-Plattform ist for.CARE bereit für zukünftige Erweiterungen und neue gesetzliche Vorgaben.