Einer der häufigsten Fehler von Unternehmen: den Status quo bewahren zu wollen. Vom eigenen, historisch gewachsenen Portfolio ausgehend zu denken. Konica Minolta hat drei strategische Initiativen ins Leben gerufen, um diesen Fehler nicht zu begehen – und auf den rasanten Wandel im Markt zu antworten. Eine davon hat den Titel „Market First“ und will die Kundenorientierung noch stärker im Unternehmen verankern.
„Wie sieht der Kunde das? Was braucht er?“
Das Problem ist nicht, dass die Vergangenheit schlecht war. Das Problem ist, dass sie vergangen ist. Wer seine Offerings am Status quo ausrichtet, verschläft die Realität des Marktes – oft ohne es zu merken. „Entweder ich habe meinen Bauchladen und will ihn verkaufen. Oder ich gehe einen Schritt zur Seite und frage: Wie sieht der Kunde das? Was braucht er wirklich? Was bewegt ihn?“, sagt Sven Oetjen, Head of Sales Strategy bei Konica Minolta und Moderator der strategischen Initiative „Market First“.
„Das meiste Marktwissen ist bei den Menschen, die täglich Kontakt mit dem Markt haben. Die jeden Tag die Prozesse, die Herausforderungen, die Risiken, die Chancen erleben.“
Sven Oetjen, Head of Sales Strategy bei Konica Minolta
Diesen Hebel unterschätzen viele Unternehmen
Auch in dieser Initiative werden die Projekte nicht top-down entwickelt, sondern von den zahlreichen Mitarbeitenden aus allen möglichen Abteilungen und Hierarchieebenen, die sich an der Initiative beteiligen. Hier liegt einer der am meisten unterschätzten Hebel in vielen Unternehmen. „Das meiste Marktwissen ist bei den Menschen, die täglich Kontakt mit dem Markt haben. Die jeden Tag die Prozesse, die Herausforderungen, die Risiken, die Chancen erleben“, sagt Sven Oetjen. Und ist bereits nach wenigen Monaten von der Initiative begeistert: „Was für coole Ideen, wie viel Initiative, wie viel Know-how, wie viel Impulse vorhanden sind bei uns in der Company!“
Kundenorientierung: eine Prozess- oder Haltungsfrage?
Viele Unternehmen versuchen, Kundenorientierung über intelligente Prozesse zu lösen. Das hat auch in Konica Minoltas Initiative seinen Platz – aber nicht nur. Market First sei „in erster Linie ein Haltungsthema“, meint Sven Oetjen. Haltung bedeutet: Bevor ich über mein Angebot nachdenke, denke ich über meinen Kunden nach. Bevor ich eine Lösung präsentiere, verstehe ich das Problem. Ich will nicht das Bestehende verteidigen, sondern fragen, was der Markt als nächstes braucht: „Es geht nicht darum, was wir für richtig halten.“
„Market First“ fühlt sich gut an
Die Initiative „Market First“ ist wenige Monate jung. Und doch hat sie schon einiges bewirkt – nicht nur innerhalb der Initiative. Sven Oetjen: „Was wir machen, färbt bereits aufs Tagesgeschäft ab. In der gesamten Firma hat sich in den vergangenen Monaten etwas zum Positiven verändert, man spürt einen Aufbruchsgeist.“
Das große Ganze: 3 strategische Initiativen
Konica Minolta gestaltet seine Zukunft auch in einer turbulenten Welt aktiv. Einblicke in die zwei weiteren der insgesamt drei strategischen Initiativen erhalten Sie hier: „Warum machst du das eigentlich so?“ und „So gelingt Change: Beteiligung schafft Ownership“.