Printprodukte erwachen zum Leben

Printprodukte erwachen zum Leben

Printprodukte erwachen zum Leben

Das MZ-Medienhaus aus Mindelheim verknüpft die Haptik seiner Druckprodukte mit interaktiven Augmented-Reality-Elementen („AR“). Dafür nutzt das Unternehmen genARate – eine innovative AR-Plattform von Konica Minolta.


Mit der Mindelheimer Zeitung verlegt das Medienhaus eine typische regionale Tageszeitung. Die Auflage beträgt rund 14.000 Exemplare, das Vertriebsgebiet liegt im Unterallgäu. Die Tageszeitung erscheint seit 1881 und wird bereits in der fünften Generation von der Verlegerfamilie Högel geführt. Seit den 1950er-Jahren besteht eine enge Kooperation mit der Augsburger Allgemeinen, die redaktionell den Mantelteil beisteuert und auch für den Druck zuständig ist. Trotz der Digitalisierung ist die Printauflage über die letzten Jahre relativ konstant geblieben, und selbstverständlich wurde das Angebot auch in Richtung Internet und Social Media erweitert. Neben der Tageszeitung publiziert das MZ-Medienhaus mehrere Wochenzeitungen, Magazine und Bücher mit einem starken regionalen Bezug.

 

Erste Berührungspunkte mit AR

Die Veränderungen in der Medienlandschaft zwingen die gesamte Branche, das angestammte Geschäft zu überdenken und neue Wege einzuschlagen. Vor allem in der Verknüpfung der gedruckten mit der digitalen Welt sieht Geschäftsleiter Johannes Högel Chancen, die Attraktivität von Druckprodukten zu steigern und somit auch wieder jüngere Zielgruppen anzusprechen. Wobei schließlich die Leser*innen eines Bildbandes die Idee lieferten, den Content von Büchern multimedial zu erweitern.

„Wir haben einen Bildband produziert, und viele Leser*innen haben uns kontaktiert und wollten wissen, an welchem Ort einzelne Fotos geschossen wurden. Diese Information über eine Augmented-Reality-App zur Verfügung zu stellen, lag eigentlich auf der Hand“, schildert der technische Leiter Peter Ruf die ersten Berührungspunkte mit dem Thema AR. Ein QR-Code wäre zwar auch ein möglicher Ansatz gewesen – aber in einem hochwertigen Bildband wäre dies doch eher ein optischer Störfaktor gewesen.

Auf genARate ist Ruf eher zufällig gestoßen. Anhand einer Demoversion hatte er sich einen ersten Überblick verschafft und erkannte das Potenzial der Lösung von Konica Minolta – und das nicht nur im Buchbereich, sondern für das gesamte Produktspektrum, inklusive der mit Augmented Reality angereicherten Werbeformate.

Aktuell befindet sich das Unternehmen in einer intensiven Testphase und lotet die Möglichkeiten von genARate aus, wobei auch schon erste konkrete Projekte erfolgreich abgeschlossen wurden. Dazu gehört etwa der Bildband Allgäu in Miniatur, der Sehenswürdigkeiten in Miniaturfotografie in Szene setzt und mit AR-Elementen angereichert ist. „Wir haben das Buch zu Weihnachten auch an unsere Werbepartner*innen verschenkt, und die Reaktion war sensationell“, fasst Johannes Högel die ersten Erfahrungen zusammen.
 

Die Eintrittskarte zur virtuellen Messe

Eine weitere innovative Einsatzmöglichkeit für genARate hat das Verlagshaus als Veranstalter einer virtuellen Ausbildungsmesse gefunden. Für die Messe wurde ein Journal aufgelegt, in dem Jugendliche unter anderem Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung fanden. Die rund 70 Aussteller hatten bereits im Vorfeld die Möglichkeit,
sich in dem Messejournal zu präsentieren und mit Augmented Reality einen weiteren Anreiz zu schaffen, die Messe zu besuchen. „Gerade die Zielgruppe zwischen 14 und 18 Jahren ist für uns als Medienhaus sehr interessant. Mit Augmented Reality gelingt es uns, die Brücke zwischen Print und Digital zu schlagen“, betont Högel, und somit wurde das Messejournal zur Eintrittskarte für den Besuch der virtuellen Messe.
 

Inhalte zum Leben erwecken

Durch das Scannen eines Druckprodukts mit der genARate-App werden Inhalte zum Leben erweckt, und die App sorgt auch für die gewünschte Interaktion mit der Webseite. Verschiedenste Inhalte wie Audio-Files, Videos, Animationen oder 3D-Renderings können eingebunden werden. Neben der App bietet die genARate-Plattform ein webbasiertes Tool, mit dem ohne Programmierkenntnisse per Drag-and-Drop sehr einfach interaktive Anwendungen umgesetzt werden können. Das bestätigt auch Peter Ruf, der das Thema Augmented Reality in der Druckvorstufe angesiedelt hat. „Unsere Mitarbeiter*innen verfügen über das notwendige Gespür, die einzelnen Elemente mit wenigen Mausklicks gekonnt in Szene zu setzen. Gerade in puncto Benutzerfreundlichkeit des Back-Ends konnte uns Konica Minolta überzeugen.“

Über integrierte Analysefunktionen lassen sich die Nutzung der App und die Interaktion mit den Inhalten nachvollziehen. Hierbei werden keine personenbezogenen Daten erfasst, sodass man sich auch hinsichtlich der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auf der sicheren Seite befindet. Konica Minolta bietet die AR-Lösung als gehostetes SaaS-Modell (Software-as-a-Service) mit drei unterschiedlichen Preismodellen an, die sich hinsichtlich Funktionalität und Anzahl der inkludierten Scans unterscheiden.
 

„Die Monetarisierung ist grundsätzlich ein wichtiges Thema, doch sie steht für uns im Zusammenhang mit Augmented Reality nicht im Vordergrund“, so Johannes Högel. „Wir befinden uns am Anfang einer spannenden Entwicklung und testen gerade die Möglichkeiten aus.“ Wichtig sei es, Augmented Reality im Bewusstsein der Leser*innen so zu verankern, dass sie zu einem fixen Bestandteil des Medienkonsums werde. Deshalb begrüßt der Geschäftsführer auch den breiten Einsatz von AR etwa in Verbindung mit Werbebeilagen im deutschen Einzelhandel. „Jede erfolgreiche Anwendung hilft uns, das Thema Augmented Reality positiv aufzuladen und es somit zu einer gelernten und etablierten Anwendung zu machen.“
 

AR als Teil der Innovationsstory

„Auch ein traditionelles Medienhaus benötigt eine Innovationsstory. Und hier ist Augmented Reality ein vielversprechender Ansatz, um Leser*innen und Kund*innen wieder für Print zu begeistern“, erklärt Johannes Högel. Werbekund*innen aus dem Tourismus, dem Handel und der Industrie seien von den umfassenden Möglichkeiten angetan – die App ist nicht gebrandet und kann neutral verwendet werden. Er fügt hinzu: „Das Potenzial von genARate ist noch lange nicht ausgeschöpft. Hierzu stehen wir mit Konica Minolta in engem Kontakt, um wertvollen Input für die Weiterentwicklung der Plattform zu liefern.“ Im nächsten Schritt kann sich Johannes Högel die Integration von Augmented Reality in den Redaktionsalltag vorstellen.

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Wir haben das Buch zu Weihnachten auch an unsere Werbepartner*innen verschenkt, und die Reaktion war sensationell.

Johannes Högel

Geschäftsleitung | Druckerei und Verlag Hans Högel KG

HERAUSFORDERUNG

- Verknüpfung der gedruckten mit der digitalen Welt
- Attraktivität von Druckprodukten steigern
- Junge Zielgruppen ansprechen

LÖSUNG

- genARate von Konica Minolta
- Interessante Geschichten auf moderne Art und Weise erzählen
- Mit der eigenen Marke und visuellen Identität die App zur eigenen machen

VORTEILE

+ genARate macht Print erlebbar
+ Einfache Bedienung
+ Steigerung des User Engagements