4 Trends im Etikettendruck für 2021

| 14. Jan 2021

Boom für digitale Etikettenproduktion hält an

2020 hat Druckereien und Druckdienstleister mit Etikettendruck vor besondere Herausforderungen gestellt - und gleichzeitig neue Chancen eröffnet. So konnten viele Druckdienstleister die Krise nutzen, um ihr Geschäft auszuweiten. Für 2021 ist zu erwarten, dass sich der Markt für digitalen Etikettendruck als widerstandsfähig erweisen wird. Wir nehmen vier Marktentwicklungen für das neue Jahr näher unter die Lupe.


Trend 1: Digitaler Etikettendruck wird zunehmend nachgefragt

 

Der „Western Europe Digital Label and Packaging Printer Forecast 2020-2024“ der IDC macht deutlich, dass die künftigen Anforderungen von Produktherstellern den Übergang vom analogen zum digitalen Druck von Etiketten beschleunigen: „Der Digitaldruck ermöglicht es Marken und Herstellern, schnell auf Kundenwünsche zu reagieren. Darüber hinaus werden Lagerhaltungskosten und Abfall reduziert, die Lieferkette optimiert und die Einführung von Produkten beschleunigt“.

 

Trend 2: Digitaler Etikettendruck wird für Druckereien interessant


Das Wachstum im digitalen Etikettendruck wird sich auch 2021 fortsetzen: „Die Produzenten von Etiketten und Verpackungen werden gezwungen sein, ihr digitales Dienstleistungsangebot zu erweitern, da die traditionellen Offset-/Flexo-Volumina mit der Zeit weiter erodieren“, so der Bericht. Es verwundert daher nicht, dass sich immer mehr Etikettenproduzenten für die Umstellung auf den Digitaldruck interessieren. Dies wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen, da der Digitaldruck als einzige Technologie in der Lage ist, kleine bis mittlere Auflagen mit einer schnellen Durchlaufzeit rentabel zu liefern.

Die IDC spricht allerdings auch von einer Abschwächung der Absatzzahlen von Drucksystemen aufgrund der Absage der drupa und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Obwohl der Absatz von digitalen Etiketten- und Verpackungsdrucksystemen im vergangenen Jahr in Westeuropa um fast ein Drittel auf rund 200 Einheiten zurückging, soll sich der Markt bis 2024 deutlich erholen. Die Marktanalysten gehen von 450 verkauften Einheiten im Jahr 2024 aus. Dies entspricht in etwa dem Niveau vor der Pandemie.


Allerdings ändern sich auch die Anforderungen der Etikettenproduzenten: So wächst die Nachfrage nach Systemen, die den kompletten Herstellungsprozess „End-to-End“ abbilden. Auch steigt der Bedarf an Produktionssystemen, die mit immer weniger Bedienpersonal auskommen. Etiketten werden auch in Zukunft ein elementarer Aspekt einer funktionierenden Lieferkette und ein wesentliches Instrument zur Informationsvermittlung darstellen. Wachstumssegmente für den digitalen Etikettendruck sind 2021 im Gesundheitswesen, der pharmazeutischen Industrie sowie in der Lebensmittel- und Getränkebranche zu finden.

 

Trend 3: Krise hilft dem digitalen Etikettendruck


Wie auch 2020 wird die digitale Etikettenproduktion in diesem Jahr dem Flexodruck Marktanteile abnehmen. Gerade aus den genannten Branchen kam zu Beginn der Pandemie eine hohe Nachfrage nach digital gedruckten Etiketten. Der sprunghaft gestiegene Bedarf im Gesundheits- und Lebensmittelbereich bedeutete, dass schnell große Mengen von Verpackungen und damit auch Etiketten bzw. Labels benötigt wurden. Im März 2020 wuchs das gedruckte Seitenvolumen in Laufmetern auf AccurioLabel-Drucksystemen in ganz Europa im Vergleich zum Vormonat um 150% (Erhebung durch Konica Minolta).  
 

Trend 4: Digitaler Etikettendruck - Gekommen, um zu bleiben


Das Verbraucherverhalten entwickelt sich kontinuierlich weiter: Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus, was den Online-Handel beflügelt. Ebenso geht der Trend hin zu geringen Stückzahlen und individuellen Angeboten. Ein Beispiel ist die Entwicklung im Lebensmittelhandel, in dem regionale Manufakturen an Bedeutung gewinnen. Digital erstellte Etiketten sind hier in punkto Rentabilität ein Muss. Es ist daher zu erwarten, dass sich die positive Marktentwicklung im Bereich der digitalen Etikettenproduktion in den kommenden Jahren nachhaltig verfestigen wird.

Gerade tonerbasierte Drucksysteme werden dabei einen wichtigen Anteil haben. Eine weitere IDC-Studie schlüsselt den Markt nach Herstellern auf. Konica Minolta erreichte 2019 in Westeuropa in Bezug auf Absatzmenge und Wert einen Marktanteil von 19,1% im Bereich der digitalen Etiketten- und Verpackungsdrucksysteme. Erst vor knapp vier Jahren ist Konica Minolta in diesen Markt eingestiegen und bereits heute verzeichnet der Hersteller einen Kundenstamm von mehr als 500 tonerbasierten AccurioPress-Installationen – davon alleine 200 in Europa.
 

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